|
Die Idee eines Strahltriebwerks:
Der Engländer Frank Whittle meldet 1930 ein Turbinenluftstrahltriebwerk zum Patent an. Bei der Realisierung findet er zunächst in Großbritannien keine Unterstützung von Militär und Industrie. 1936 beginnt bei den Heinkelwerken auf der Grundlage der Theorien und Versuche des Physikers Hans-Joachim Pabst von Ohain die Entwicklung von Strahltriebwerken in Deutschland. Zeitgleich im April 1937 absolvieren sowohl die englische als auch die deutsche Turbine erfolgreich ihren Testlauf.
Bereits ein Jahr später legen die Brüder Günther, Heinkels Chefkonstrukteure, die ersten Zeichnungen für ein Testflugzeug vor. Von einer Heinkel S 3A Radialturbine angetrieben, wird es für eine Geschwindigkeit von 8oo km/h entworfen. Bei Messerschmitt laufen parallele Projekte an. Am 27. August 1939 stößt Erich Warsitz mit dem Erstflug der He 178 das Tor zur Ära der Strahlflugzeuge auf.
Im Oktober genehmigt das Reichsluftfahrtministerium (RLM) die Entwicklung der zweistrahligen He 280. Zwar fliegt am 30. März 1941 erstmals die Maschine, die S 8A Turbine ist jedoch noch weit von der Serienreife entfernt. Zu diesem Zeitpunkt zeigen die britischen Versuche erste Ergebnisse. Am 15. Mai 1941 hebt die Gloster E 28/39 erfolgreich vom Boden ab.
Da das RLM die Turbine mit Axialverdichter bevorzugt, wird 1942 die Entwicklung bei Heinkel zugunsten der Messerschmitt Me 262 abgebrochen, die am 18. Juli 1942 ihren Erstflug mit einem Junkerstriebwerk Jumo 004 absolviert.
|