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Geschichte dieses Musters:
Die Initierung zum Bau der Do-24 geht auf die Forderung des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) nach einem hochseefähigen Fernaufklärungsflugboot aus dem August 1934 zurück. Geplant waren dafür Motore des Typs Jumo 205. Es zeichnete sich jedoch bald ab, dass das deutsche Interesse zu Gunsten von Entwürfen von Blom & Voß stärker war..Die Regierung der Niederlande beauftragte daher 1935 die Dornier-Werke, dieses Hochseeflugboot weiter zu entwickeln, das in den westindischen Kolonien eingesetzt werden sollte.
Nach dem Vorbild der Do 18 entwarf man ein Projekt mit flachem Bootsrumpf und damit organisch verbundenen Dornier-Stummeln. Es war als dreimotoriger Hochdecker ausgelegt. Der Flugzeugkonstrukteure Dornier erkannte früh die Vorteile des Leichtmetalls Aluminium (auch “Junkers”) und konstruierten Rumpf, Flügel und Leitwerk seiner Flugzeuge aus dem damals noch neuen Duraluminium. Für diese Flugzeuge waren zunächst amerikanische Sternmotoren vorgesehen.
Danach folgte eine eingehende Erprobung der Hochseetauglichkeit in der Nordsee, die erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Erstflug erfolgte im Juli 1937.
Als die Wehrmacht in Holland einmarschierte, waren bereits etliche Flugzeuge nach Ostindien verschifft, aber weitere im Bau befindliche fielen in deutsche Hand. Sie erhielten nun RLM-Werknummern und die Bezeichnung Do 24 N-1, solange für sie noch amerikanische Motoren vorhanden waren. Das betraf 13 Flugzeuge. Im besetzten Holland wurde bei Aviolanda produziert.
Die Deutschen fanden schnell heraus, wie hervorragend sich das Flugboot für den Seenoteinsatz eignete. Die 1940 einmarschierten deutschen Streitkräfte bauten die Maschinen folglich als Seenotrettungsflugzeuge um.
Nach dem Aufbrauchen der US-Motoren erhielten die weiteren DO-24 dann deutsche Motore des Typs BMW Bramo 323 R-2 mit je 1000 PS Leistung. Für den Seenoteinsatz bekamen die Flugboote anfangs nachträglich auf der linken Rumpfseite je zwei große Ladeklappen und eine Heizung für den Laderaum. Die Fertigung wurde auf sechs Flugzeuge pro Monat erhöht, wobei weitere Firmen für die Produktion einbezogen wurden.
Außer der deutschen Luftwaffe hat nur Spanien Do 24 in 1944 erhalten. Sie wurden in dem nun stark zusammen geschrumpften, noch von den Deutschen besetzten Gebiet Europas nicht mehr benötigt und konnten so an die Spanier verkauft werden. In Spanien wurde das Muster auch in Lizenz gebaut.
Von Mallorca aus, wohin sie von Deutschland überführt worden waren, flogen sie bis in die 70er Jahre im Mittelmeer und Atlantik Aufklärungs- und Seenotrettungeinsätze. Alle heute noch vorhandenen Flugzeuge oder Flugzeugreste des Musters stammten aus diesem Bestand.
In den Niederlanden, in Frankreich und in Schweden verwendete man den Typ bis in die 60er Jahre, in Indonesien und in Spanien bis in die 70er. Viele tausend Menschen wurden während und nach dem 2. Weltkrieg dadurch auf hoher See gerettet.
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