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Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow (Berlin-Spandau)

Bristol 105 Bulldog :  RAF-Jagdflugzeug der frühen 30er Jahre

Bristol Bulldog

Technische Daten: 

Antrieb

Bristol Jupiter VIIF

Art

Sternmotor

Zylinder

9

Leistung

440 hp

Max. Geschwindigkeit

280 km/h in 3.050 m

Steigleistung

14 Min. auf 6.000 m

Gipfelhöhe

8.930 m

Reichweite

etwa 500 km

.

oder 2 std.

Länge

7,75 m

Spannweite

10,31 m

Höhe

2,70 m

Leergewicht

ca. 1.000 kg

Startgewicht

1.589 kg

Technische Kurzbeschreibung:

  • Rumpf: Ganzmetallbauweise; im Rumpfhinterteil teilweise mit Stoff bespannt; offener Flugzeugführersitz; Zielfernrohr vor der Windschutzscheibe; zwei synchronisierte MGs seitlich der Kabine im oberen Rumpfteil.
  • Tragwerk: verstrebter und verspannter Doppeldecker; Querruder nur oben; offene Langdrahtantenne zwischen Rumpf, linkem oberem Tragflügel und Seitenleitwerk.
  • Leitwerk: unverspannte Normalbauweise; Metallgerüst mit Stoff bespannt.
  • Fahrwerk: starres und verstrebtes Hauptfahrwerk; starrer Sporn.

Beschreibung:

Eines der bekanntesten Jagdflugzeuge Großbritanniens in den 30er Jahren war die Bristol 105 Bulldog. Für die Entwicklung des neuen, als Ablösemuster für die Doppeldecker-Jäger "Siskin" und „Gamecock" gedachten Abfangjägers war eine Ausschreibung der britischen Luftstreitkräfte ausschlaggebend.

Nicht weniger als neun Prototypen wurden getestet, um die Spezifikation für einen Tag- und Nachtjäger der RAF zu erfüllen. Zwei Musterflugzeuge waren daraus entwickelt worden:

  1. Der Typ 105 mit dem Sternmotor Jupiter VII (Erstflug im Mai 1927) und
  2. Der Typ 107 mit Mercury-Sternmotor. Im November 1927 folgte der zweite, etwas verlängerte Bulldog-Prototyp Mk. II.

Beide Bulldog-Muster wurden in den ersten Monaten des Jahres 1928 in der Truppe erprobt, worauf zunächst eine kleine Serie mit Jupiter-VII-Motoren bestellt wurde. Nach einem Vergleichskampf mit der Hawker Hawfish wurde die Bulldog endgültig ausgewählt. Pluspunkte waren die gute Sicht für den Piloten, die einteiligen Flügel, der leichte Austausch der Treibstofftanks in den Oberflügeln, das robuste Gerüst aus rostfreiem Walzstahl und die Aluminiumbeplankung bis hinter das Cockpit. Der Rest war bespannt.

Diese ersten Serienmaschinen erhielten die britischen Fliegerkräfte im Mai 1929. Es folgte eine Serie von „Bulldog II". Hauptsächlich wurde aber die Version „Bulldog II A" mit dem etwas stärkeren Triebwerk Jupiter VII F, verstärkter Zelle, neuem Ölsystem sowie grösserer Nutz- und Abflugmasse gebaut. Als Trainer dienten 2-sitzige „Bulldog II M".

Die RAF erhielt ca. 310 Bulldog II. Weitere 130 wurden nach Estland, Dänemark, Schweden, Lettland, Siam und an die US Marine exportiert. Von den doppelsitzigen IIM-Trainern erhielt die RAF 58.

Insgesamt sind über 500 Bristol 105 gebaut worden. In den 30er Jahren stellte die Maschine 70 % der britischen Luftverteidigung. Bei der dortigen Luftwaffe wurde die „Bulldog" 1939 vom letzten britischen Doppeldecker-Jagdflugzeug „Gloster Gladiator" abgelöst.

Bristol Bulldog

 

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