Dornier Do-X:
Die Dornier-Werke entwickelten zwischen 1927 und 1929 ein Langstrecken-Flugboot, das je nach Flugstrecke für 66 bis 100 Fluggäste ausgelegt war. Die Do-X mit einer Länqe von 40 Metern und einer Spannweite von 48 Metern übertraf alle bisherigen Dimensionen. Im Oktober 1929 erfolgte ein Demonstrationsflug mit 169 Menschen an Bord. Eine Werbetour durch Europa, nach Afrika sowie nach Nord- und Südamerika machte die Do-X weltweit bekannt. Die Idee eines interkontinentalen Flugverkehrs erhielt durch die Atlantikflüge der Do-X neue Impulse. Gleichzeitig hatte die Werbetour gezeigt, dass ein geregelter Flugbetrieb mit grossen Nutzlasten technisch und wirtschaftlich mit der Do-X nicht durchführbar war.
Es entstanden lediglich zwei weitere Do-X, die im Rahmen des Versailler Vertrages als Reparationsleistung an Italien ausgeliefert wurden und dort bei der Marine zum Einsatz kamen.
Das ausgestellte Wrackteil im Technikmuseum Berlin stammt vom Leitwerk der ersten Do-X mit der Kennung D-1929. Bei einer Landung auf dem Kachlet-Stausee bei Passau brach das Leitwerk am 9. Mai 1933 ab. Das Teil wurde ersetzt. Der letzte Flug der D-1929 erfolgte 1934. Anschließend fand die Maschine ihren Platz in der Deutschen Luftfahrt Sammlung in Berlin, wo sie während des Zweiten Weltkriegs bei einem Bombenangriff beschädigt und daraufhin 1948 verschrottet wurde.
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